-ist derzeit an der NEST angesagt.
Aber erst mal: Hallo oder besser Marhaba allerseits!
Time to say Good-Bye...Jeden Tag wird es leerer hier und mein Zimmer steht auch schon auf dem Kopf während eine wuhlende Uli versucht alles so klug wie möglich auszusortieren, zusammenzupacken und in den Rucksack zu stopfen. Wie kann’s denn aber anders sein- sonst wäre es wohl nicht die Uli- muss sie aber noch heute eine Arbeit vollends fertig schreiben. Alles halb so schlimm wie es jetzt kling. Das scheint das ulische Aufbruchritual zu sein ;-) Die ‚praktischen’ Aspekte des Abschieds sind dennoch um viiiiieles leichter als die ‚emotionalen und seelischen’ und Co. Nach einem sehr bewegendem, intensivem und prägendem Jahr in einer Lebens- und Studiergemeinschaft an der NEST hier im Libanon, der einem auch andere Erlebnisse bescherte und auch seinen speziellen Eindruck und Erfahrungen hinterlässt, heißt es jetzt nicht nur die angesammelten, alten und neuen Dinge im Zimmer auszusortieren und zusammenzuschnüren, sondern auch die in sich selber.
Es ist kaum zu glauben wie schnell die Zeit dahin geflogen ist und meine 2 Semester an der NEST schon vorbei sind. Besonders das zweite Semester erschien mir relativ kurz durch den spontanen Blitzbesuch in Deutschland, meine Tätigkeit als Reiseführerin und vielleicht durch das zweimalige Feiern von Ostern (erst mit dem Westen und dann 4 Wochen später mit den Orthodoxen).
Ich bin auf jeden Fall von Herzen dankbar, dass es mir möglich war hier her zu kommen, mich studientechnisch auf den Islam und die Kirchen im Mittleren Osten zu konzentrieren und hier in dieser Lebensgemeinschaft leben zu können, wo ich mich schon nach kurzer Zeit sehr wohlgefühlt habe und Freundschaften entstehen konnten. Gott ist gut, auch „wenn“ oder wenn nicht sogar: „weil“ er einen manchmal nicht auf den bequemsten Wegen einfach dahingehen lässt, sondern er einen auch sicher über beschwerlichere Wege führt, aber eben den Plan und die Bestimmung für einen jeden weiß. Ich erinnere mich noch wie beschwerlich das erste Semester zum Beispiel für mich studientechnisch war, was zu einem absoluten Schlafmangel und Erkältungsrumschlepperei geführt hat, mich aber auch gelehrt, abgehärtet und wachsen gelassen hat, auch wenn es zunächst nicht so schien.
Morgen früh um 8 Uhr brechen wir (Hanna, Najeeb (NESTi) und ich) hier gen Norden auf, was für Hanna und mich der Beginn unserer einmonatigen Rückreise ist, auf der wir hier und da noch Gefährten dazu bekommen oder/und auch verlieren werden. Die derzeitige Reiseplanung sieht folgendermaßen aus: Kessab (Küste in Syrien) - Lattakia (Küste in Syrien) –Aleppo (Syrien, an der Grenze zur Türkei, wo wir in den OrientExpress einsteigen werden) – Istanbul – Belgrad – Budapest – Nürnberg –inshallah (so Gott will)
Am 20.7. sollte ich dann an sich wieder in Deutschland, Hohenloher Ebene anzutreffen sein. Inshallah
Während meiner Reise hoffe ich, dass ich euch ab und an hier mal was in den Blog stellen kann… Mitassifi (Tut mir leid), dass ich hier so lange Funkstille walten ließ…
Liebe Grüße -ein letztes mal aus Beirut- und bis bald! –inshallah-
Uli
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