bin ich heute Morgen um 4 Uhr gut und wohlbehalten in Haßfelden angekommen, nach einer langen und teilweise abeteuerlicheren Heimfahrt wie gedacht. Meine Eltern holten mich vom Busbahnhof in Nürnberg ab, worüber ich sehr froh war und ich freue mich wieder daheim zu sein :-)
Von Istanbul nahmen wir den Zug nach Budapest mit einem Umstieg in Belgrad.... Dachten wir! Denn in Sophia (Bulgarien) eröffnete der Schaffner uns, dass der Zug hier nicht weiterfährt und wir 10 Stunden auf die nächste Verbindung warten müssen. Das sei schon seit 2 Monaten an allen Werktagen der Fall und schon wurden wir auch mit dem Wagon ins Werk abtransportiert. Nach 4 Stunden erfolglosem Suchen nach Hilfe und Auskunft bei der bulgarischen Bahn, wo sich niemand für irgendwas verantwortlich fühlt, nicht bereit ist in irgendeinerweise weiterzuhelfen und die Bahnangestellten äußerst unfreundlich waren, haben wir es immerhin geschafft den für Freitag gebuchten Bus in Budapest, der uns von Ungarn nach Deutschland fahren sollte, umzubuchen. Nach noch weiteren schockierenden Erlebnissen mit der bulgarischen Bahn bzw. seinen Angestellten klappte dann Gott sei der der Rest der Reise sehr gut. So bin ich jetzt eben einen Tag später in Deutschland als geplant, habe dafür aber Budapest einen Blitzbesuch abgestattet, was letztendlich auch sehr schön war.
Es sei jedem auf jeden Fall vor der Bahn zwischen der Türkei und Bulgarien gewarnt!!! Nachfragen bei der Bahn in Istanbul im Voraus bringt nichts, denn das haben wir bei drei verschiedenen Personen, die uns alle versicherten, dass es auf der Strecke keine Probleme gäbe und auch mit einer größeren Verspätung nikeinesfalls zu rechnen sei. Das heißt, dass sie es entweder nicht wussten oder das eine linke Masche der türkischen Bahn ist. "Nichts genaues weiß man nicht" so zu sagen...
Also, ich freue mich schon, euch in deutschen Gefilden wiederzusehen und hoffe, euch geht es allen gut.
Wenn du magst, melde dich einfach bei mir, wenn ich es nicht schon zuerst tue ;-) Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen!
Liebe Grüße,
Uli
P.S. Für alle Tübinger: Um das nächste Wochenende (25.7.-27.7.) rum bin ich in der Gegend von Tübingen bzw. evtl. auch gegen Donnerstag schon oder Freitag direkt in Tübingen! Da ließe sich ja evtl. was machen... Was meinst du?
Sonntag, 20. Juli 2008
Samstag, 12. Juli 2008
NACHTRAG vom 27.6. 08: Viele Gruesse aus Lattakıa!
Eine Woche nun sind wir (Hanna und ich) schon aus der NEST ausgeflogen und in Syrien unterwegs. Heute vor einer Woche fuhren wir von Beirut nach Lattakia und fuhren von da aus weiter nach Kessab. Dort trafen wir Simon und Jadwiga (2 weitere deutsche NESTis dieses Jahres) die mit uns das Wochenende in Kessab verbrachten, uns aber leider dann schon am Montag verließen um die Türkei genauer zu erkunden. Um Kessab herum lässt es sich wunderbar wandern und direkt neben der Grenze zur Türkei im Mittelmeer baden.
Da Kessab wie eine syrische Halbinsel von der Türkei umgeben wird, muss man immer aufpassen, nicht aus Versehen illegal die Grenze zu überschreiten. Interessanterweise ist die türkische Hälfte vom Strand ein wunderschöner Sandstrand frei von jeglichem Müll und einsam und die syrische Hälfte dagegen steinig, voll mit Müll (gut dass es hier keine Ebbe und Flut gibt…) und bevölkert und dennoch ein wunderschönes Stück Erde. An diesem Punkt ist man aber doch sehr verrührt illegal schon einmal seinen Fuß auf türkisches Land zu setzen…
Wenn man so direkt an der Grenze zu der Türkei ist, wo die Landschaft an sich gleich ist, stechen einem sofort grundlegende Unterschiede ins Auge: Im Gegensatz zu Syrien scheint es in der Türkei nicht erlaubt zu sein, Häuser hinzubauen wo man will und somit die Landschaft zu verschandeln, sondern es scheint so was wie Ortschaftsbauplanung und Gesetze zu geben und es scheint auch nicht erlaubt zu sein zu bauen wie man will. Kessab hat sich in den letzten Jahren von einem netten Dorf mit alten Steinhäuschen mit maximal 2 Stockwerken zu einem ausweitendem Gebiet von Betonbauten oder gar Hochhäusern entwickeln ohne jegliche Rücksicht auf die Natur oder das dörfliche oder landschaftliche Erscheinungsbild. Da kann man nur „Haram“ (vergleichbar mit „Oh nein“ oder „was für eine Schande“) sagen… In der Türkei sind Ortschaften klar erkennbar: Man erkennt genau wo ein Dorf aufhört und wo das nächste anfängt, zwischendrin liegen entweder Wald oder ordentlich angelegte Ackerflächen.
Seit Mittwoch sind wir jetzt in Lattakia. Gestern haben wir genau in der Mittagshitze Ugarit, die Burg Salah ad-Din (Saladin) und Slunfeh erkundet. Ugarit ist eine Stadt, die sich bis ins 3. Jahrtausend VOR Chr. (!) zurückdatiert und wo auch die älteste Alphabetschrift gefunden wurde (so um die 1400 Jahre alt (Angabe ohne Gewähr)).
Die Burg Salah as-Din liegt wunderschön auf einem der bewaldeten Berge ein wenig gen Landesinnere Syriens wovon man eine sehr schöne Aussicht hat. Die Burg wie sie heute zu sehen ist wurde von den Kreuzrittern gegen Ende des 12. Jahrhunderts fertig gestellt.
Nach der Burg wo uns in der Mittagshitze der Schweiß nur so davon gelaufen ist, fuhren wir weiter nach Slunfeh. Von dem Bergrücken oberhalb von Slunfeh genossen wir die atemberaubende Aussicht auf das Orontes Tal, wozu die Bekaa Ebene im Libanon die Fortsetzung des „fruchtbaren Halbmondes“ (wie der ebene fruchtbare Landstrich genannt wird der sich bis nach Israel/Palästina erstreckt) darstellt. Krass, krass, krass kann man da nur sagen…
Sobald man vom Libanon die Grenze zu Syrien überschreitet, ist man wirklich in einem anderen Land. Durch das ganze Jahr hinweg haben wir immer mehr festgestellt, wie unterschiedlich die arabischen Länder sind und dass man da keinesfalls von DEM Mittleren Ostern oder von DEN Arabischen Ländern reden kann. Der Libanon ist sehr eigen unter „den“ arabischen Ländern, was sich aber nicht erst dieses Jahrhundert so entwickelt hat, sondern tief in der Geschichte verwurzelt ist. Syrien ist um sehr viel mehr orientalische rund ursprünglicher als der Libanon und scheint sich auch seiner eigenen -und wie es scheint:- einen Identität bewusst zu sein. Im Libanon hat man mehr den Eindruck, dass viel an „Westen“ einfach gewollt aufgesetzt ist, es viel zu viele Gruppen und Spaltungen gibt, die je ihre eigenen Identität hoch halten und aber dennoch je ganz bewusst „Libanesen“ sind und sein wollen.
So, dann entlasse ich euch mal wieder aus der Gedankenreise in den Nahen Osten und grüße euch ganz dolle aus Lattakia!
„Maa salame“
Uli
Da Kessab wie eine syrische Halbinsel von der Türkei umgeben wird, muss man immer aufpassen, nicht aus Versehen illegal die Grenze zu überschreiten. Interessanterweise ist die türkische Hälfte vom Strand ein wunderschöner Sandstrand frei von jeglichem Müll und einsam und die syrische Hälfte dagegen steinig, voll mit Müll (gut dass es hier keine Ebbe und Flut gibt…) und bevölkert und dennoch ein wunderschönes Stück Erde. An diesem Punkt ist man aber doch sehr verrührt illegal schon einmal seinen Fuß auf türkisches Land zu setzen…
Wenn man so direkt an der Grenze zu der Türkei ist, wo die Landschaft an sich gleich ist, stechen einem sofort grundlegende Unterschiede ins Auge: Im Gegensatz zu Syrien scheint es in der Türkei nicht erlaubt zu sein, Häuser hinzubauen wo man will und somit die Landschaft zu verschandeln, sondern es scheint so was wie Ortschaftsbauplanung und Gesetze zu geben und es scheint auch nicht erlaubt zu sein zu bauen wie man will. Kessab hat sich in den letzten Jahren von einem netten Dorf mit alten Steinhäuschen mit maximal 2 Stockwerken zu einem ausweitendem Gebiet von Betonbauten oder gar Hochhäusern entwickeln ohne jegliche Rücksicht auf die Natur oder das dörfliche oder landschaftliche Erscheinungsbild. Da kann man nur „Haram“ (vergleichbar mit „Oh nein“ oder „was für eine Schande“) sagen… In der Türkei sind Ortschaften klar erkennbar: Man erkennt genau wo ein Dorf aufhört und wo das nächste anfängt, zwischendrin liegen entweder Wald oder ordentlich angelegte Ackerflächen.
Seit Mittwoch sind wir jetzt in Lattakia. Gestern haben wir genau in der Mittagshitze Ugarit, die Burg Salah ad-Din (Saladin) und Slunfeh erkundet. Ugarit ist eine Stadt, die sich bis ins 3. Jahrtausend VOR Chr. (!) zurückdatiert und wo auch die älteste Alphabetschrift gefunden wurde (so um die 1400 Jahre alt (Angabe ohne Gewähr)).
Die Burg Salah as-Din liegt wunderschön auf einem der bewaldeten Berge ein wenig gen Landesinnere Syriens wovon man eine sehr schöne Aussicht hat. Die Burg wie sie heute zu sehen ist wurde von den Kreuzrittern gegen Ende des 12. Jahrhunderts fertig gestellt.
Nach der Burg wo uns in der Mittagshitze der Schweiß nur so davon gelaufen ist, fuhren wir weiter nach Slunfeh. Von dem Bergrücken oberhalb von Slunfeh genossen wir die atemberaubende Aussicht auf das Orontes Tal, wozu die Bekaa Ebene im Libanon die Fortsetzung des „fruchtbaren Halbmondes“ (wie der ebene fruchtbare Landstrich genannt wird der sich bis nach Israel/Palästina erstreckt) darstellt. Krass, krass, krass kann man da nur sagen…
Sobald man vom Libanon die Grenze zu Syrien überschreitet, ist man wirklich in einem anderen Land. Durch das ganze Jahr hinweg haben wir immer mehr festgestellt, wie unterschiedlich die arabischen Länder sind und dass man da keinesfalls von DEM Mittleren Ostern oder von DEN Arabischen Ländern reden kann. Der Libanon ist sehr eigen unter „den“ arabischen Ländern, was sich aber nicht erst dieses Jahrhundert so entwickelt hat, sondern tief in der Geschichte verwurzelt ist. Syrien ist um sehr viel mehr orientalische rund ursprünglicher als der Libanon und scheint sich auch seiner eigenen -und wie es scheint:- einen Identität bewusst zu sein. Im Libanon hat man mehr den Eindruck, dass viel an „Westen“ einfach gewollt aufgesetzt ist, es viel zu viele Gruppen und Spaltungen gibt, die je ihre eigenen Identität hoch halten und aber dennoch je ganz bewusst „Libanesen“ sind und sein wollen.
So, dann entlasse ich euch mal wieder aus der Gedankenreise in den Nahen Osten und grüße euch ganz dolle aus Lattakia!
„Maa salame“
Uli
Viele Grüsse aus Istanbul!
Da ın Syrıen so mache Seıten gebloggt sınd, konnte ıch leıder nıchts auf den Blog stellen, sondern habe mıch per maıl beı eınıgen gemeldet. Ich werde versuchen dıese maıls hıer noch nachzutragen... Jetzt erst mal eın bısschen von Istanbul!
Nun touren wır schon den fuenften Tag durch dıe Tuerkeı, genauer gesagt fuehrte unsere Reıse nach Antıochıen und dann nach Istanbul, wo ıch mıch nun bıs Mıttwoch befınden werde. Hıer ıst natuerlıch vııııel zu sehen und zu bestaunen, aber alleın dıe Stadt selbst ıst dıe Reıse wert. Das scheınt nıcht nur uns zu Ohren gekommen seın, sondern noch mehr Tourısten aus allen Herrenlaendern, dıe es wıe wır jetzt auch 'am eıgenen Leıb erfahren'.
Istanbul ıst wırklıch eıne wunderschoene Stadt mıt vıel Pflanzen, Wasser und schoenen alten Gebaeuden und und und. Es ıst wırklıch 'urıch' und 'hooomelıch' und das obwohl es eıne rıesıge Stadt ıst.
Dıe Ankunft ın der Tuerkeı erschıen uns schon wıe dıe Ankunft ın Europa: Geordnete Besıedelung, ordentlıch bebaute Flaechen, vıel wenıger Muell ueberall, gemaessıgtes Klıma (so dass es mır ım Schatten schon kalt wırd und ıch abends geradezu eınen rıchtıgen Pullı brauchen koennte um ım Freıen zu sıtzen...)usw. und zu guter letzt eıne gut ausgebaute und genutzte Tourısmusbranche mıt entsprechenden Preısen. Alles sehr fremd fuer eınen der aus dem Lıbanon und besonder Syrıen kommt, wo doch so manches anders ıst...
So vıel erst mal wıeder, damıt ıch morgen auch wıeder fıt bın um all dıe huebschen Sachen hıer zu bestaunen...
Lıebe Gruesse aus dem Treffpunkt von Orient und Okzident,
Ulı
Nun touren wır schon den fuenften Tag durch dıe Tuerkeı, genauer gesagt fuehrte unsere Reıse nach Antıochıen und dann nach Istanbul, wo ıch mıch nun bıs Mıttwoch befınden werde. Hıer ıst natuerlıch vııııel zu sehen und zu bestaunen, aber alleın dıe Stadt selbst ıst dıe Reıse wert. Das scheınt nıcht nur uns zu Ohren gekommen seın, sondern noch mehr Tourısten aus allen Herrenlaendern, dıe es wıe wır jetzt auch 'am eıgenen Leıb erfahren'.
Istanbul ıst wırklıch eıne wunderschoene Stadt mıt vıel Pflanzen, Wasser und schoenen alten Gebaeuden und und und. Es ıst wırklıch 'urıch' und 'hooomelıch' und das obwohl es eıne rıesıge Stadt ıst.
Dıe Ankunft ın der Tuerkeı erschıen uns schon wıe dıe Ankunft ın Europa: Geordnete Besıedelung, ordentlıch bebaute Flaechen, vıel wenıger Muell ueberall, gemaessıgtes Klıma (so dass es mır ım Schatten schon kalt wırd und ıch abends geradezu eınen rıchtıgen Pullı brauchen koennte um ım Freıen zu sıtzen...)usw. und zu guter letzt eıne gut ausgebaute und genutzte Tourısmusbranche mıt entsprechenden Preısen. Alles sehr fremd fuer eınen der aus dem Lıbanon und besonder Syrıen kommt, wo doch so manches anders ıst...
So vıel erst mal wıeder, damıt ıch morgen auch wıeder fıt bın um all dıe huebschen Sachen hıer zu bestaunen...
Lıebe Gruesse aus dem Treffpunkt von Orient und Okzident,
Ulı
Donnerstag, 19. Juni 2008
Time to say Good-Bye...
-ist derzeit an der NEST angesagt.
Aber erst mal: Hallo oder besser Marhaba allerseits!
Time to say Good-Bye...Jeden Tag wird es leerer hier und mein Zimmer steht auch schon auf dem Kopf während eine wuhlende Uli versucht alles so klug wie möglich auszusortieren, zusammenzupacken und in den Rucksack zu stopfen. Wie kann’s denn aber anders sein- sonst wäre es wohl nicht die Uli- muss sie aber noch heute eine Arbeit vollends fertig schreiben. Alles halb so schlimm wie es jetzt kling. Das scheint das ulische Aufbruchritual zu sein ;-) Die ‚praktischen’ Aspekte des Abschieds sind dennoch um viiiiieles leichter als die ‚emotionalen und seelischen’ und Co. Nach einem sehr bewegendem, intensivem und prägendem Jahr in einer Lebens- und Studiergemeinschaft an der NEST hier im Libanon, der einem auch andere Erlebnisse bescherte und auch seinen speziellen Eindruck und Erfahrungen hinterlässt, heißt es jetzt nicht nur die angesammelten, alten und neuen Dinge im Zimmer auszusortieren und zusammenzuschnüren, sondern auch die in sich selber.
Es ist kaum zu glauben wie schnell die Zeit dahin geflogen ist und meine 2 Semester an der NEST schon vorbei sind. Besonders das zweite Semester erschien mir relativ kurz durch den spontanen Blitzbesuch in Deutschland, meine Tätigkeit als Reiseführerin und vielleicht durch das zweimalige Feiern von Ostern (erst mit dem Westen und dann 4 Wochen später mit den Orthodoxen).
Ich bin auf jeden Fall von Herzen dankbar, dass es mir möglich war hier her zu kommen, mich studientechnisch auf den Islam und die Kirchen im Mittleren Osten zu konzentrieren und hier in dieser Lebensgemeinschaft leben zu können, wo ich mich schon nach kurzer Zeit sehr wohlgefühlt habe und Freundschaften entstehen konnten. Gott ist gut, auch „wenn“ oder wenn nicht sogar: „weil“ er einen manchmal nicht auf den bequemsten Wegen einfach dahingehen lässt, sondern er einen auch sicher über beschwerlichere Wege führt, aber eben den Plan und die Bestimmung für einen jeden weiß. Ich erinnere mich noch wie beschwerlich das erste Semester zum Beispiel für mich studientechnisch war, was zu einem absoluten Schlafmangel und Erkältungsrumschlepperei geführt hat, mich aber auch gelehrt, abgehärtet und wachsen gelassen hat, auch wenn es zunächst nicht so schien.
Morgen früh um 8 Uhr brechen wir (Hanna, Najeeb (NESTi) und ich) hier gen Norden auf, was für Hanna und mich der Beginn unserer einmonatigen Rückreise ist, auf der wir hier und da noch Gefährten dazu bekommen oder/und auch verlieren werden. Die derzeitige Reiseplanung sieht folgendermaßen aus: Kessab (Küste in Syrien) - Lattakia (Küste in Syrien) –Aleppo (Syrien, an der Grenze zur Türkei, wo wir in den OrientExpress einsteigen werden) – Istanbul – Belgrad – Budapest – Nürnberg –inshallah (so Gott will)
Am 20.7. sollte ich dann an sich wieder in Deutschland, Hohenloher Ebene anzutreffen sein. Inshallah
Während meiner Reise hoffe ich, dass ich euch ab und an hier mal was in den Blog stellen kann… Mitassifi (Tut mir leid), dass ich hier so lange Funkstille walten ließ…
Liebe Grüße -ein letztes mal aus Beirut- und bis bald! –inshallah-
Uli
Aber erst mal: Hallo oder besser Marhaba allerseits!
Time to say Good-Bye...Jeden Tag wird es leerer hier und mein Zimmer steht auch schon auf dem Kopf während eine wuhlende Uli versucht alles so klug wie möglich auszusortieren, zusammenzupacken und in den Rucksack zu stopfen. Wie kann’s denn aber anders sein- sonst wäre es wohl nicht die Uli- muss sie aber noch heute eine Arbeit vollends fertig schreiben. Alles halb so schlimm wie es jetzt kling. Das scheint das ulische Aufbruchritual zu sein ;-) Die ‚praktischen’ Aspekte des Abschieds sind dennoch um viiiiieles leichter als die ‚emotionalen und seelischen’ und Co. Nach einem sehr bewegendem, intensivem und prägendem Jahr in einer Lebens- und Studiergemeinschaft an der NEST hier im Libanon, der einem auch andere Erlebnisse bescherte und auch seinen speziellen Eindruck und Erfahrungen hinterlässt, heißt es jetzt nicht nur die angesammelten, alten und neuen Dinge im Zimmer auszusortieren und zusammenzuschnüren, sondern auch die in sich selber.
Es ist kaum zu glauben wie schnell die Zeit dahin geflogen ist und meine 2 Semester an der NEST schon vorbei sind. Besonders das zweite Semester erschien mir relativ kurz durch den spontanen Blitzbesuch in Deutschland, meine Tätigkeit als Reiseführerin und vielleicht durch das zweimalige Feiern von Ostern (erst mit dem Westen und dann 4 Wochen später mit den Orthodoxen).
Ich bin auf jeden Fall von Herzen dankbar, dass es mir möglich war hier her zu kommen, mich studientechnisch auf den Islam und die Kirchen im Mittleren Osten zu konzentrieren und hier in dieser Lebensgemeinschaft leben zu können, wo ich mich schon nach kurzer Zeit sehr wohlgefühlt habe und Freundschaften entstehen konnten. Gott ist gut, auch „wenn“ oder wenn nicht sogar: „weil“ er einen manchmal nicht auf den bequemsten Wegen einfach dahingehen lässt, sondern er einen auch sicher über beschwerlichere Wege führt, aber eben den Plan und die Bestimmung für einen jeden weiß. Ich erinnere mich noch wie beschwerlich das erste Semester zum Beispiel für mich studientechnisch war, was zu einem absoluten Schlafmangel und Erkältungsrumschlepperei geführt hat, mich aber auch gelehrt, abgehärtet und wachsen gelassen hat, auch wenn es zunächst nicht so schien.
Morgen früh um 8 Uhr brechen wir (Hanna, Najeeb (NESTi) und ich) hier gen Norden auf, was für Hanna und mich der Beginn unserer einmonatigen Rückreise ist, auf der wir hier und da noch Gefährten dazu bekommen oder/und auch verlieren werden. Die derzeitige Reiseplanung sieht folgendermaßen aus: Kessab (Küste in Syrien) - Lattakia (Küste in Syrien) –Aleppo (Syrien, an der Grenze zur Türkei, wo wir in den OrientExpress einsteigen werden) – Istanbul – Belgrad – Budapest – Nürnberg –inshallah (so Gott will)
Am 20.7. sollte ich dann an sich wieder in Deutschland, Hohenloher Ebene anzutreffen sein. Inshallah
Während meiner Reise hoffe ich, dass ich euch ab und an hier mal was in den Blog stellen kann… Mitassifi (Tut mir leid), dass ich hier so lange Funkstille walten ließ…
Liebe Grüße -ein letztes mal aus Beirut- und bis bald! –inshallah-
Uli
Montag, 12. Mai 2008
Lebenszeichen
Marhaba!
Fuer all die, die ein bisschen die Nachrichten aus dem Libanon in den letzten paar Tagen mitbekommen haben und dabei vielleicht an mich gedacht haben: Uns an der NEST geht es nach wie vor gut. Donnerstag und Freitag waren schon "sehr heiss" und allgemein ist die Lage ist einfach beunruhigend.Ich frage mich mehr und mehr wie realistisch es wohl tatsaechlich ist, dass oder wann hier wirklich wieder echter Friede einziehen koennte oder ob es da nicht erst richtig "gewittern" muss.
Frieden ist bei weitem wie es scheint keine Selbstverstaenlichkeit und auch gar nicht so leicht zu erlangen, wie man sich das vielleicht manchmal ausmalt. Die Lage und die "Lager" scheinen mir hier recht verfahren und selbst wenn nicht in naechster Naehe ein grosser Knall kommt oder sich sonst "irgendwie" sich grundlegend etwas aendert, sieht es nicht gerade rosig aus und kann von echtem Frieden noch lange keine Rede sein, sondern nur getraeumt werden.
Donnerstagmittag war es echt erstaunlich wie alle Leute in die Lebensmittelgeschaefte gerannt sind und einen Rieseneinkauf gestartet haben, so wie wenn sie gespuert haetten, dass da was kommt und man nicht weiss, wann man das naechste mal an Lebensmittel so leicht rankommt. Man merkt noch, dass die Leute hier doch noch recht buergerkriegserahren zu sein scheinen. Auch die oppositionelle Syrian Social Nationalist Party (SSNP)-Vertreter, die gleichen Leute die im Buergerkrieg hier das Zepter hochhielten, scheinen einfach hinter geschlossendem Vorhang dageblieben zu sein und halten jetzt auch wieder das Zepter in Hamra (der Stadtteil in dem sich die NEST befindet) in der Hand.
Nun moechte ich mich fuer heute mit dem Bibelvers aus dem 2. Timotheus 1,7verabschieden:
Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
Liebe Gruesse,
Uli
P.S.
Das neueste Souvenier aus Beirut bzw. dem Libanon scheint derzeit eine auf der Strasse gefundene leere Patronenhuelse zu sein...
Fuer all die, die ein bisschen die Nachrichten aus dem Libanon in den letzten paar Tagen mitbekommen haben und dabei vielleicht an mich gedacht haben: Uns an der NEST geht es nach wie vor gut. Donnerstag und Freitag waren schon "sehr heiss" und allgemein ist die Lage ist einfach beunruhigend.Ich frage mich mehr und mehr wie realistisch es wohl tatsaechlich ist, dass oder wann hier wirklich wieder echter Friede einziehen koennte oder ob es da nicht erst richtig "gewittern" muss.
Frieden ist bei weitem wie es scheint keine Selbstverstaenlichkeit und auch gar nicht so leicht zu erlangen, wie man sich das vielleicht manchmal ausmalt. Die Lage und die "Lager" scheinen mir hier recht verfahren und selbst wenn nicht in naechster Naehe ein grosser Knall kommt oder sich sonst "irgendwie" sich grundlegend etwas aendert, sieht es nicht gerade rosig aus und kann von echtem Frieden noch lange keine Rede sein, sondern nur getraeumt werden.
Donnerstagmittag war es echt erstaunlich wie alle Leute in die Lebensmittelgeschaefte gerannt sind und einen Rieseneinkauf gestartet haben, so wie wenn sie gespuert haetten, dass da was kommt und man nicht weiss, wann man das naechste mal an Lebensmittel so leicht rankommt. Man merkt noch, dass die Leute hier doch noch recht buergerkriegserahren zu sein scheinen. Auch die oppositionelle Syrian Social Nationalist Party (SSNP)-Vertreter, die gleichen Leute die im Buergerkrieg hier das Zepter hochhielten, scheinen einfach hinter geschlossendem Vorhang dageblieben zu sein und halten jetzt auch wieder das Zepter in Hamra (der Stadtteil in dem sich die NEST befindet) in der Hand.
Nun moechte ich mich fuer heute mit dem Bibelvers aus dem 2. Timotheus 1,7verabschieden:
Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
Liebe Gruesse,
Uli
P.S.
Das neueste Souvenier aus Beirut bzw. dem Libanon scheint derzeit eine auf der Strasse gefundene leere Patronenhuelse zu sein...
Sonntag, 6. April 2008
Nachlieferung...
einiger Bilder von gestern.
Wie ihr vielleicht feststellen konntet, hab ich die letzten paar Mal keine Bilder reingestellt. Das liegt seit geraumer Zeit nicht nur an unserem lahmen Internet, sondern... schluchz....heul... auch daran, dass mir meine Kamera "abhanden" gekommen ist.
Also hier jetzt ein paar Bilder von gestern, die mir Saleem freundlicherweise gegeben hat :-)

ein Gruppenbilder von einem Teil der Gruppe

Afqa-Quelle des Nar Ibrahim


Saleem (Palästinenser), ich (Hohenloherin) & Elias (Syrer)
So nach zweieinhalb Stunden Bilder uploaden, mach ich jetzt doch mal einen Punkt.
Liebe Grüße aus Beirut,
Uli
Wie ihr vielleicht feststellen konntet, hab ich die letzten paar Mal keine Bilder reingestellt. Das liegt seit geraumer Zeit nicht nur an unserem lahmen Internet, sondern... schluchz....heul... auch daran, dass mir meine Kamera "abhanden" gekommen ist.
Also hier jetzt ein paar Bilder von gestern, die mir Saleem freundlicherweise gegeben hat :-)
ein Gruppenbilder von einem Teil der Gruppe
Afqa-Quelle des Nar Ibrahim
Saleem (Palästinenser), ich (Hohenloherin) & Elias (Syrer)
So nach zweieinhalb Stunden Bilder uploaden, mach ich jetzt doch mal einen Punkt.
Liebe Grüße aus Beirut,
Uli
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